18. Int. Halbmarathon Stinatz vom 10.8.2013  

Top-Ten-Platzierung bei der Rennpremiere für meinen eigenen Verein!
 
Mit 30.6.2013 habe ich meine Mitgliedschaft beim Laufteam Bgld. Eisenstadt nach fünf erfolgreichen Jahren beendet. Für den seit 19.3.2013 im zentralen Vereinsregister eingetragenen, von meiner Frau und mir gegründeten Verein "Red-White-Red Runners Austria" bestritt ich am 10.8.2013 meinen ersten Wettkampf - und das als Präsident. Besondere Verantwortung lastete auf mir, da ich bei dieser Premiere nicht ich alleine am Start war. Es war der gesamte Vereinsnachwuchs aktiv sowie mein Zwillingsbruder Jürgen im (Halbmarathon-)Rennen. Um es vorweg zu nehmen, alle boten Spitzenleistungen!

Rennverlauf: Für mich stellen 4,2 km quasi eine Sprintdistanz dar. Dementsprechend positionierte ich mich weit vorne in der Startaufstellung. Die Strecke kannte ich einerseits von meinem HM im Jahr 2009, anderseits prägte ich sie mir nochmals via runmap.net ein. Ich wollte einen Schnitt von 4:30 min/km erzielen und wusste, dass der dritte Kilometer kontinuierlich bergauf ging. Deshalb versuchte ich, am Anfang einen Vorsprung herauszulaufen. Verwundert war ich, dass ich nicht nach wenigen hundert Metern "alleine" war, sondern noch im Getümmel lief. Nach zwei Kilometern - bei Beginn des Anstiegs - war es aber soweit, dass ich mir die Linie auf der breiten Stinatzer Hauptstraße aussuchen konnte. Ich versuchte, an Kontrahenten dran zu bleiben und sehnte - ob der ungewohnten Laktatbelastung - das Ende des Anstiegs heran. Als dort meine Garmin einen Schnitt von 4:34 bergauf für den aktuellen Kilometer "abpipselte", war ich sicher, meinen gewünschten Gesamtschnitt erreichen zu können. 300 m vor dem Ziel tauchten dann noch Kontrahenten meiner Altersklasse vor mir auf. Als ich den Ersten von beiden überholte, glaubte ich nicht, auch den Zweiten noch "schnupfen" zu können. In einem Kraftakt gelang mir auch dies und erreichte ich in der gewünschten Zeit unter 19 min das Ziel.

Strecke: Die Strecke war mir - wie geschrieben - von meinen HM im Jahr 2009 noch in (leidvoller) Erinnerung. Da ich diesmal nur einmal im Renntempo die Hauptstraße hinauflaufen musste, erschien mir der Kurs natürlich leichter. Ich muss auch sagen, dass die Hauptstraße nicht durchgehend bergauf geht (kurzes "Plateau" zwischendrin) und es an deren Ende in der Feldgasse bis zum Wendepunkt schon flach dahin geht. Danach kann man bis auf einen ganz kleinen "Buckel" ins Ziel gleiten.
 
Organisation: Franz "Tiger" Grandits hat den Int. HM Stinatz heuer zum 18. Mal veranstaltet. Darüber hinaus hat er den Marathon in Güssing an die Zehnmal organisiert. Dass diese geballte Erfahrung zum Erfolg führt, kann angenommen werden. Trotzdem muss ich herausstreichen, mit welcher Lockerheit der Veranstalter dieses Rennen über die Bühne bringt. Ich konnte mich sowohl bei der Startnummernabholung Stunden vor dem Lauf, als auch einige Zeit nach meinem Finish entspannt mit ihm unterhalten.
 
Wetter: In Stinatz gab es bis zu diesem Rennen das "Naturgesetz" nämlich, dass Niederschlag (Regen, Gewitter, Schauer etc.) herrscht. Im Jahr 2013 war dies anders! Das Gewitter war am Vortag!!! Am Renntag gab es Idealbedingungen von 20 Grad und einem minimalen Lüfterl.
 
Spezielles/Statistisches: Bei meinem 77. Rennen war ich zum 7. Mal in meinen südburgenländischen Heimatbezirk Güssing unterwegs und belegte Rang 7 in meiner Altersklasse. Als Gesamt-17. von 61 Teilnehmern erreichte ich einen Platz im Vorderfeld. Niemals zuvor absolvierte ich zwei Rennen in Nachbarortschaften (Ollersdorf und Stinatz) - und das auch noch zeitlich in unmittelbarer in Folge!
 
Resümee: Ich bin kein Freund von bergauf-bergab-Kursen. Deshalb bin ich den Stinatz-HM im Jahr 2009 nach mehrmaligem Zuschauen (meines Zwillingsbruders) nur deshalb gelaufen, da danach die ÖM im HM in Eisenstadt auf einem ebenfalls hügeligen Kurs anstanden. Im Jahr 2013 habe ich mich kurzfristig zum Start über die 4,2 km entschlossen. Nachdem mir dieser Lauf und die Begleitung von Jürgen auf weiteren zwei Mal 4,2km-Runden Spaß gemacht hat, kann ich mir eine Wiederholung sehr gut vorstellen.

Ausblick: In meinem Ausblick nach dem Staffelmarathon von Ollersdorf habe ich bereits über den Stadtlauf Oberpullendorf als mein nächstes Rennen philosophiert. Einen Lauf sollte ich dazwischen noch absolvieren... Aus jetziger Sicht muss ich festhalten, dass ich mich auf meine Meisterschaftspremiere für die Red-White-Red Runners Austria freue. Ich werde alles daran setzen, um in den verbleibenden drei Trainingswochen die Weichen in Richtung meiner pB am 10er zu stellen.